newsletter Oktober 2017
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Fusion mit der Theatersammlung

Liebe Freund/innen des Tanzes

 

Das ist der letzte Newsletter, den Ihr vom Schweizer Tanzarchiv erhalten werdet.


Unsere Stiftung befindet sich mitten im Prozess der Fusion mit der Schweizerischen Theatersammlung und wird in wenigen Monaten, begleitet von einem neuen Logo und einer neuen Website, offiziell als Stiftung SAPA, Schweizer Archiv der Darstellenden Künste weitergeführt.

 

Wir freuen uns, Euch im Frühjahr mehr davon zu berichten.

 

 
 
     
 

Ausstellung

Sigurd Leeder – Spuren des Tanzes wird Wanderausstellung


Sigurd Leeder unterrichtet in London, um 1950

Photo: Sigurd Leeder © Schweizer Tanzarchiv


Vom 5. Mai bis zum 30. Juli 2017 war die Ausstellung, eine Kooperation des Schweizer Tanzarchivs mit dem Museum für Gestaltung Zürich, im Toni-Areal zu sehen. Sie war ein grosser Erfolg. 9303 Interessierte besuchten sie und verweilten meist lange in den verschiedenen Bereichen, die Sigurd Leeder als Tänzer, Choreograf, Pädagoge und Meister der Verschriftlichung von Bewegung vergegenwärtigten.

Viele der in Zürich gezeigten Exponate sind nun vom 10. Dezember 2017 bis am 8. April 2018 in der Kunsthalle Ziegelhütte des Kunstmuseums Appenzell zu sehen. Eine veränderte Szenografie wird andere Schwerpunkte setzen und neue Aspekte hervorheben. Die Fotos, Zeichnungen, Tanzfilme, Bewegungsnotationen, Kostüme, Masken, Plakate und Dokumente aus dem Nachlass Sigurd Leeders kehren also in die Ostschweiz zurück. Von 1964 bis zu seinem Tod arbeitete der aussergewöhnlich vielseitige Tanzschaffende an der Sigurd Leeder School of Dance in Herisau. Die Co-Leiterin der Ausbildungsstätte Grete Müller bewahrte sein Erbe und vermachte es dem Schweizer Tanzarchiv.
Wie in Zürich wird auch zur Ausstellung in Appenzell ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops und tänzerischen Führungen angeboten.

Danach reisen die Ausstellungsobjekte zurück nach Lausanne. In unseren Räumlichkeiten in Lausanne wird ab Mai 2018 eine kleinere, semipermanente Schau geboten, in der die Themen Pädagogik und Danse macabre präsentiert werden. Die Vernissage findet am 3. Mai 2018 statt, die Ausstellung läuft bis Ende 2019.

Mehr Infos hier

 

Veranstaltungen

Photo: Nacht der Museen in Lausanne © Nicolas Lieber

Nacht der Museen

Die Lausanner Geschäftsstelle des STA hat am 23. September zum ersten Mal an der Nacht der Museen von Lausanne und Pully teilgenommen. Während den 12 Stunden der Veranstaltung sind über 700 Besucher/innen durch die Ausstellung im Éspace Maurice Béjart geschlendert, wo drei Führungen angeboten wurden. Ausserdem konnten die Besucher das Restaurierungsatelier mittels dreier Performances von der Jugendkompagnie LE MARCHEPIED besonders originell erkunden: diese führten schliesslich durch eine Geheimtür ins f’ar – forum d’architectures im Nachbargebäude.


Die 17. Ausgabe der Nacht der Museen hat den Besucherrekord gesprengt. Für das STA bedeutete sie in den letzten Wochen der Ausstellung zu Ehren von Maurice Béjart einen gelungenen Abschluss – ab Anfang 2018 wird hier eine Sigurd Leeder-Ausstellung zu sehen sein. Gleichzeitig setzte die Teilnahme an der Nacht der Museen einen Meilenstein auf dem Weg zur Öffnung der Stiftung hin zu einem breiten Publikum und zu weitreichenden Bemühungen hinsichtlich der Aufwertung und Vermittlung des gegenwärtigen und zukünftigen Tanzerbes.

 

 

 


 
     
 

Archiv                                  

Modernisierung der Infrastruktur in Lausanne

       
© Schweizer Tanzarchiv

 

Der zweite Teil der Modernisierung der Infrastruktur im Restaurierungsatelier und Archiv des Schweizer Tanzarchivs in Lausanne ist laut Zeitplan und vorhandenem Budget fertig gestellt worden.

Die fortlaufende Wiedereingliederung der Sammlung in die neuen Möbel hat gezeigt, wieviel Platz durch die neue Infrastruktur gewonnen worden ist. Der Lagerraum hat auf diese Weise um zwei Drittel an Platz dazu gewonnen. Neben dem zusätzlichen Platz sind auch die Konservierungsbedingungen verbessert worden und folgen von nun an den Empfehlungen der Referenzinstitutionen. Diese neue Ausgangslage erlaubt es der Stiftung, dem zukünftigen Anwachsen der Sammlung mit Freude entgegenzuschauen.

 

© Schweizer Tanzarchiv

Der neue Planschrank erlaubt die optimale Aufbewahrung von grossen Formaten: Plakate, Ausstellungsmaterial, Objekte aus Archivbeständen, um nur die wichtigsten zu nennen.

Digitalisierung der Sammlung

© Schweizer Tanzarchiv

 

Die Arbeit des Archivars ist von zwei widersprüchlichen Arbeitsfeldern geprägt: der Bewahrung und der Vermittlung. Während der Archivar Originaldokumente konserviert und sich mit allen Mitteln für deren Schutz einsetzt, gewährt er der Öffentlichkeit gleichzeitig einen möglichst einfachen Zugang zu diesen Quellen. Doch die Vermittlung zu gewährleisten bedeutet in jedem Fall, die Originale zu beanspruchen, wenn nicht sogar zu beschädigen. In diesem Kontext stellt die Digitalisierung ein ideales Werkzeug dar: sie erlaubt nicht nur, das Original zu schützen und den Nutzer mit einer digitalen Version zu versorgen, sondern auch eine weite Verbreitung dessen über das Internet.

 

Die Geschäftsstelle in Lausanne bewahrt einen heterogenen Bestand an Archivdokumenten auf, das jedes für sich eigene Anforderungen an die Konservierung stellt. Deshalb sind zunächst einige Kriterien festgelegt worden, um Prioritäten bei der Digitalisierung von Dokumenten definieren zu können. Mit den nach neuestem Stand der Debatte erforderlichen technischen Geräten ausgestattet hat das SAPA-Team Lausanne mit der Digitalisierung des ikonografischen Bestands (Fotografien, Zeichnungen, Drucke) begonnen, der sowohl das höchste Risiko hinsichtlich der Haltbarkeit des Trägermaterials aufweist, als auch das grösste öffentliche Interesse erfährt.

 

Bis heute sind nahezu 2700 Dokumente digitalisiert worden – eine Arbeit die einen langen Atem erfordert aber essentiell geworden ist, wenn es um die Bewahrung und Vermittlung von Archivalien geht.

Die Sammlung Gilles Jobin ist online!

Photo: Gilles Jobin © Schweizer Tanzarchiv

 

Im Dezember 2013 besuchten wir Gilles Jobin in seinem Studio an der Rue de la Coulouvrenière 44 in Genf. Auf einem improvisierten Tisch waren viele verschiedene Kassetten in diversen Formaten wie zu einer Skulptur aufgebaut. Zu jedem seiner ca. 21 Stücke existieren Probenvideos und Stückaufnahmen von verschiedenen Aufführungen, aber auch Dokumentarfilme über die Entstehung einzelner Stücke oder Tanzvideos von professionellen Cineasten wie Vincent Pluss oder Luc Peter. Zusammen mit Susanne Panadez, der langjährigen Tänzerin und Managerin der Cie. Gilles Jobin, galt es nun, eine Bewertung vorzunehmen und die interessantesten und am besten erhaltenen Videos in unsere Sammlung aufzunehmen.


Heute, vier Jahre später, freut es uns, dass die Sammlung Gilles Jobin in unserer Datenbank erfasst und auf Vimeo zu sehen ist.

 

Vimeo:

Cie. Gilles Jobin

 

Datenbank:

Fonds Gilles Jobin

 

 

 

 

 

 


 


 
     
 

Team

Unseren neuen Mitarbeiterinnen ein herzliches Willkommen !

Das STA/Stiftung SAPA begrüsst 2017 zwei neue Mitarbeiterinnen in ihrem Team.

 


Anne Davier, künstlerische Mitarbeiterin bei ADC (Association pour la danse contemporaine, Genève), hat im September die Position als Beraterin für zeitgenössischen Tanz übernommen. Sie bringt ausgezeichnete Kenntnisse der Tanzgeschichte und des aktuellen Tanzschaffens mit. Aufgrund ihrer ausgewiesenen Erfahrung als Forscherin im Feld des Schweizerischen Tanzes verfügt sie über ein grosses Netzwerk an professionellen Kontakten. Zusammen mit der Tanzhistorikerin Annie Suquet hat sie das Werk La danse contemporaine en Suisse, 1960–2010, les débuts d’une histoire herausgebracht, das 2016 bei Edition Zoé erschienen ist.

 


Auf der administrativen Seiten erhält die Direktion seit September tatkräftige Unterstützung von einer neuen Assistentin: Annika Hossain ist Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin und hat ausserdem kuratorische Projekte und Lehrtätigkeiten im Feld der Kunstgeschichte und Kunstvermittlung vorzuweisen.

 

Das STA/Stiftung SAPA wünscht seinen neuen Kolleginnen ein herzliches Willkommen und freut sich schon jetzt darauf, von ihren Kompetenzen profitieren zu können!         

 

 

 
 
   

Stiftung SAPA
Schweizer Archiv der Darstellenden Künste

Schanzenstrasse 15 
CH-3008 Bern

Fondation SAPA
Archives suisses des arts de la scène

Av. Villamont 4 
CH-1005 Lausanne

Stiftung SAPA

Schweizer Archiv der Darstellenden Künste

Limmatstrasse 265
CH-8005 Zürich